Handle With Care

10. Februar 2010

Der lange Weg zur Einstellung der Langstreckentransporte

Happy pigWährend der letzten zwei Jahre hat die von der WSPA geführte Kampagne „Handle with Care“ erfolgreich für ein Ende der Langstreckentransporte lebender Tiere gearbeitet.

 

Die Bündnismitglieder machten es sich zum Ziel, gegen die beengten und schmutzigen Zustände zu kämpfen, die Millionen Ziegen, Schafe, Rinder, Pferde und weitere Tiere bei ihrem tage-, wochen- oder sogar monatelangen Transport erleiden müssen – nur um letztendlich geschlachtet zu werden.

 

Im Hinblick auf die Möglichkeit des Handels mit Kühl- und Tiefkühlfleisch, ist der unnötige Langstreckentransport ein Relikt aus der Vergangenheit. Im Jahr 2008 haben sich daher die WSPA, Animals Australia, Born Free, Compassion in World Farming, Dyrenes Beskyttelse, Eurogroup, HSUS, RSPCA, RSPCA Australia und World Horse Welfare zusammengeschlossen, um gemeinsam für die Beendigung des Langstreckentransportes von Tieren zu kämpfen.

 

Die Resonanz der Öffentlichkeit, der Medien und der Politik war enorm. Die WSPA sagt all ihren engagierten Unterstützern, die an der Aktion mitwirkten und spendeten „Vielen Dank!“

Gemeinsam sind wir stark: Unsere wichtigsten Errungenschaften für die Tiere

Es gibt enorme Erfolge zu feiern, die nur gemeinsam erreicht werden konnten: Die WSPA und ihre Partnerorganisationen haben durchgesetzt, dass die breite Öffentlichkeit die Wahrheit über Langstreckentransporte erfährt. Dies geschah zum einen durch Untersuchungen, zum anderen aber auch durch einen preisgekrönten Film und ein neues Buch. Die WSPA konnte die Entscheidungsträger durch diese Maßnahmen dazu bringen, zu handeln.

 

Einige Höhepunkte unserer Kampagne:

  • Die Koalition mobilisierte rasch nationale und internationale Unterstützung, als die Medien eine mögliche Wiederaufnahme des Schafexportes von Neuseeland nach Saudi Arabien aufdeckten. Das Ergebnis: Der Transport der Schafe konnte verhindert werden und mindestens 50.000 Tiere sind von einer dreiwöchigen, qualvollen Fahrt verschont geblieben.


  • Durch gezielte Kampagnen verminderte sich die Zahl der Transporte von lebenden Schweinen nach Hawaii in den Jahren 2008 und 2009. 3.000 Schweinen blieb dadurch eine lange Reise über den Land- und Seeweg erspart. Irreführende Beschriftungen, die angaben, die transportierten Tiere wären „inländisch produziertes Schweinefleisch“, wurden aufgrund einer Koalitionsbeschwerde an das Landwirtschaftsministerium aus den hawaiianischen Geschäften entfernt.

  • Die neue Website von Humane Chain mobilisierte zehntausende Australier, ihre Parlamentsmitglieder von der Grausamkeit des Transports lebender Schafe zu überzeugen. Durch den Anstoß dieser Debatte sprach sich eine wachsende Zahl von Parlamentsmitgliedern und industriellen Interessensgruppen öffentlich gegen den Export lebender Tiere aus.

  • Nach Gesprächen mit einflussreichen religiösen Führern im mittleren Osten lud die Halal Integrity Alliance die WSPA ein, um gemeinsam Tierschutznormen für eine globale Halal-Richtlinie auszuarbeiten. Sie soll Regelungen über die Gesundheit der Tiere, den Umgang mit ihnen, ihre Lebensbedingungen, sowie den Transport bis hin zur Schlachtung enthalten.


  • In Europa hat die Koalition daran gearbeitet, verbindliche EU-Regulierungen zu schaffen, welche die Länge von Tiertransporten zeitlich beschränken. Im Ergebnis ist die Anzahl der Pferde-Transporte von Spanien nach Italien rückläufig.

Der Lebendtiertransport ist ein großer Wirtschaftszweig mit vielen mächtigen Interessensvertretern, aber dank Ihnen – den zahlreichen Unterstützern der Kampagne – hat es „Handle with Care“ geschafft, eine wichtige Debatte über den Tierschutz zu entfachen.

Die zukünftigen Pläne gegen die grausamen Tiertransporte

Nach den jüngsten Leistungen konzentrieren sich die Mitglieder der Koalition nun auf Kampagnen in den Bereichen, in denen der meiste Nutzen für die Tiere entsteht.

 

Die WSPA engagiert sich dort, wo das Problem am größten ist: Sie kämpft gegen den dreiwöchigen Schaf-Export von Australien in den mittleren Osten.

  • Im mittleren Osten werden wir weiter daran arbeiten, Beweise für die Qualen der transportierten Tiere zu sammeln. Wir werden uns auf politische Lobbyisten und die Fleischindustrie konzentrieren und ihnen die Alternative Kühlfleisch näher bringen. Dafür nutzen wir aktuelle Marktforschungsberichte zur Fleischqualität und Verbrauchervorlieben.


  • In Australien werden wir uns dafür einsetzen, dass die „Humane Chain“ noch größer wird. Außerdem werden wir zusammen mit Vertretern der lokalen Fleischindustrie versuchen, die australischen Politiker und die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass der Export von lebenden Schafen sowohl unmenschlich als auch uneffektiv für die Wirtschaft ist.

Lesen Sie mehr über unsere Arbeit mit Farmtieren >>

 

 
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